Mathematik an der EPFL oder an der Universität?

Mathematikerinnen und Mathematiker zeichnen sich in erster Linie dadurch aus, dass sie mithilfe quantitativer Modelle die Welt um uns herum in Gleichungen ausdrücken können. Die Grundlage dafür bildet ihre Vorliebe für Abstraktion, Sorgfalt und unerbittliche Logik.

Konkrete ingenieurwissenschaftliche Probleme mithilfe der Mathematik lösen

Algebra, Analysis, Zahlentheorie, Wahrscheinlichkeitsrechnung, Geometrie oder auch Topologie – an den verschiedenen Hochschulen werden alle grossen Teilgebiete der Mathematik abgedeckt. Eine der Besonderheiten des entsprechenden EPFL-Studiengangs besteht in seiner Interdisziplinarität und der Möglichkeit zur Zusammenarbeit mit Forschenden der verschiedenen Laboratorien der Hochschule, wo sich die Mathematik als entscheidendes Instrument zur Lösung konkreter ingenieurwissenschaftlicher Probleme erweist.

So können die rund 600 Mathematikstudierenden der EPFL ihre Fachkenntnisse in Statistik, Modellierung oder Topologie einbringen, um z. B. Seite an Seite mit Ingenieurinnen und Ingenieuren der Life Sciences die Feinheiten des menschlichen Gehirns weiter zu erforschen. Ebenso können sie zum besseren Verständnis des Klimawandels und seiner Folgen beitragen oder auch an Problemen im Zusammenhang mit IT-Sicherheit und Kryptographie arbeiten.

Reine Mathematik oder angewandte Mathematik?

Auf Master-Ebene werden zwei Studienrichtungen angeboten: zum einen die reine Mathematik, die Studierende zu Mathematikerinnen und Mathematikern ausbildet und ihnen dank einer gemeinsamen Spezialisierung mit der HEP Vaud (PH Waadt, Pädagogische Hochschule des Kantons Waadt) auch den Einstieg in eine Lehrtätigkeit ermöglicht, und zum anderen die angewandte Mathematik (Studiengang Applied Mathematics), die zum Diplom “Mathematikingenieur” bzw. “Mathematikingenieurin” führt. Dieser Titel kann von der EPFL, nicht aber von den kantonanalen Universitäten verliehen werden.

Im Studiengang Applied Mathematics können die Studierenden ihre Lehrveranstaltungen entsprechend den Bereichen wählen, in denen sie ihr Fachwissen zur Anwendung bringen möchten (z. B. Computational Finance, Biostatistics oder auch Statistical Machine Learning). Zudem müssen sie mindestens eine Vorlesung eines anderen ingenieurwissenschaftlichen Studienfachs der Hochschule belegen und ihr Studienprogramm durch ein Industriepraktikum vervollständigen. Sie werden somit unabhängig von ihren Bestrebungen auf einen zuversichtlichen Start in ihre berufliche Karriere vorbereitet.

Denjenigen, die das im Bachelor-Studiengang Mathematik erworbene Grundlagenwissen in angrenzenden Bereichen anwenden möchten, werden an der EPFL die Master-Studiengänge Data Science, Computational Science and Engineering und Financial Engineering angeboten, die “sur dossier” zugänglich sind. Diese sogenannten spezialisierten Master-Studiengänge bieten Perspektiven in Nischenbereichen des Arbeitsmarktes.

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