Informatik

Eine Welt ohne Informatik kann man sich kaum mehr vorstellen, denn sie ist in sämtlichen Infrastrukturen unserer Gesellschaft präsent. Informatik wird auf Computern angewendet, die von für das blosse Auge nicht sichtbaren Mikrosensoren bis hin zu raumfüllenden Hochleistungsanlagen reichen. Informatik studieren bedeutet, unsere Realität besser zu verstehen.

Informatik: eine Wissenschaft mit vielen Facetten.

Anwendungen entwerfen, die Architektur von Computern und Clustern gestalten, mit Hilfe von Modellen und Algorithmen Probleme lösen, Informationen speichern, umwandeln und nutzen, Programmiersprachen entwickeln, Softwaretechniken entdecken: Informatik ist nicht in erster Linie ein Werkzeug, sondern eine richtige Wissenschaft, die im Dienste der Gesellschaft steht. Folglich enthaltet dieses Gebiet viele unerwartete Aspekte, die während dem Studium vertieft werden.

Heutzutage werden alle Wissenschaften und Forschungsbereiche durch die Methoden der Informatik und der Kommunikationssysteme gründlich verändert. So auch das Human Brain Project, welches zum Ziel hat, das Labyrinth des menschlichen Gehirns mit seinen Neuronen und deren Interaktionen zu erforschen. Bei diesem Projekt spielt die Informatik eine zentrale Rolle, denn sie ermöglicht es, Software zur Analyse und Visualisierung der Funktionsweise des Gehirns zu entwickeln.

Vorstellung des Programms

Studierende der Informatik an der EPFL werden in einem ständig im Wandel befindlichen Bereich breit ausgebildet. Es werden von der Wahl der Bestandteile eines Systems über deren Spezifikation und Implementation bis zur Definition der Systemarchitektur alle mit der Entwicklung innovativer Anwendungen zusammenhängenden Aspekte untersucht. Das Studium beinhaltet zudem zahlreiche Beispiele von zukünftigen Anwendungsbereichen der Informatik.

Bachelor: vereinfachter Studienplan

Im ersten Jahr finden die Vorlesungen für Informatik- und Kommunikationssysteme-Studierende gemeinsam statt. Es werden Grundlagen in Mathematik, Physik, Informatik und Informationswissenschaft vermittelt. Mittels eines Projekts wird den Studierenden einen ersten konkreten Kontakt mit der zukünftigen Spezialisierung ermöglicht. Studierende können nach dem ersten Jahr auf Kommunikationssysteme wechseln, oder im Informatikstudium bleiben.

Im zweiten und dritten Jahr wird mit Kursen über Systemarchitekturen, Datenbanken und Programmiersprachen die Grundausbildung weitergeführt. Vertiefungen in Mathematik, Physik oder Life Sciences stehen ebenfalls zur Wahl.

Master: Aussichten

Im Master werden verschiedene Spezialisierungen angeboten (30 ECTS):

  • Computer engineering
  • Computer science theory
  • Cyber security
  • Data analytics, foundations of software
  • Internet information systems
  • Networking and mobility
  • Signals, images and interfaces
  • Software systems

Detaillierte Informationen (auf Englisch)

Data Science extrahiert relevante Informationen durch die Analyse grosser, komplexer und oft heterogener Daten. Sie ist nicht nur ein neues Forschungsparadigma, sondern auch die Quelle für innovative Anwendungen in allen Wirtschaftssektoren. Das Ziel dieses Master-Studiengangs ist es, die Studierenden an die Spitze dieser spannenden Entwicklung zu stellen.

Detaillierte Informationen (auf Englisch)

In Zusammenarbeit mit der ETH Zürich bietet dieser Master-Studiengang eine breite Palette von Kursen an, wie beispielsweise: cryptography, formal methods, systems, network and wireless security. Ziel dieses Studiengangs ist es, sowohl grundlegendes als auch angewandtes Wissen in diesem wachsenden Bereich zu vermitteln und dabei auf die Expertise beider Universitäten zurückzugreifen.

Detaillierte Informationen (auf Englisch)

Nach dem Abschluss des Bachelor-Studiums werden auch andere Programme angeboten, besonders einige interdisziplinäre Master. Mehr Informationen zu den Master-Studiengängen (auf Englisch).


Bitte beachten Sie, dass die Informationen zur Programmstruktur sowie die vereinfachten Studienpläne jederzeit geändert werden können und nicht als rechtsverbindlich gelten. Massgebend sind nur die offiziellen Reglemente und Studienpläne (auf Englisch).

Berufsaussichten

Der Informatikbereich unterliegt einem permanenten Wandel. Der Studiengang Informatik lehrt die grundlegenden Konzepte, die den Informatikingenieurinnen und -ingenieuren im Verlauf ihrer gesamten beruflichen Laufbahn dienen.

Dank ihrer Beherrschung des Computational Thinking, ihres Abstraktionsvermögens und ihrer Vielseitigkeit erfassen Absolventinnen und Absolventen des Informatikstudiums schnell neue Konzepte und verstehen es, sich in neu aufkommende Bereiche einzubringen. Deshalb sind sie oft in Gebieten tätig, die zu Studienbeginn noch gar nicht bekannt waren. Die Verwaltung enormer Datenbanken, die virtuelle Realität oder das Machine Learning beispielsweise waren vor rund einem Jahrzehnt weitgehend unbekannte Themen. Von der Forschung und Entwicklung bis zur Projektleitung in so unterschiedlichen Bereichen wie Finanzwesen, Pharmasektor, Werbung oder Unterhaltung – den Informatikingenieurinnen und -ingenieuren stehen viele berufliche Perspektiven offen.

Nicht zuletzt können sie ein eigenes Unternehmen gründen oder ein Doktoratsprogramm absolvieren, um sich zu spezialisieren oder eine akademische Laufbahn einzuschlagen.


Alumni: was wird aus ihnen?

Michael Boksanyi

Meine Kollegen befinden sich im Büro nebenan, in einem anderen Staat oder auf einem anderen Kontinent.

Michael Boksanyi, Bachelor und Master Informatik (2010). Michael Boksanyi arbeitet in Kalifornien bei Chelsio Communication als Manger des Firmware-Teams.

Kontakt 

Weitere Informationen zu diesem Programm erhalten Sie hier: [email protected] / +41 (0)21 693 52 08


Für allgemeine und praktische Informationen auf Deutsch wenden Sie sich bitte an das Education Outreach Department: [email protected]