Bauingenieurwiss.

Bauingenieurinnen und -ingenieure planen und erbauen seit jeher die für das Wohlbefinden und den Schutz der Menschen notwendigen Infrastrukturen. Heute sind die Transportsysteme komplexer, die Bauten kühner und die Materialien vielfältiger, doch der Auftrag lautet unverändert: Kreativ sein, um Einrichtungen und Systeme in Spitzenqualität zu liefern.

Die Bauingenieurwissenschaften spielen nicht nur bei der Entwicklung moderner Gesellschaften eine zentrale Rolle, sondern sie befinden sich auch an der Schnittstelle zwischen verschiedenen Bereichen, wie beispielsweise Baustatik, Wasserbau, Energie, Geotechnik, Verkehr, Risikomanagement oder Umwelt. Dazu sind auch Themen wie Werkstoffwissenschaften und -techniken von zentraler Bedeutung. Bauingenieurinnen und -ingenieure können zudem viele verschiedene Rollen einnehmen, die von der Konzeption über den Bau bis hin zum Betrieb eines Gebäudes reichen. Dies garantiert einen abwechslungsreichen Alltag.

Eine Schlüsselrolle der Bauingenieurinnen und -ingenieure besteht darin, das Strukturverhalten der baulichen Anlagen zu wählen und zu verstehen. Bei einem Gebäude oder einer Brücke müssen die Lasten festgelegt und ihr Verlauf vom Punkt der Lastanwendung bis zum Fundament sichergestellt werden. Anschliessend müssen die Belastungen in der Struktur berechnet werden, um die Grösse der verschiedenen Bestandteile des Bauwerks zu bestimmen, damit die Festigkeits- und Verformbarkeitskriterien der benutzten Werkstoffe eingehalten werden.

Die Kunst der Bauingenieurwissenschaften wird immer mehr an bestehenden Bauwerken ausgeübt. Häufig sind dies Wartungsarbeiten, die oft mit Strukturverbesserungsmassnahmen verbunden werden –  wie es gerade im Rahmen der energetischen Optimierung der Gebäude in der Schweiz geschieht. Für die intelligente Veränderung bereits bestehender Bauwerke ist es vordringlich, zunächst zu verstehen, wie sie konzipiert wurden und wie sie funktionieren. Diese Vorgehensweise bringt häufig eine faszinierende Untersuchungsarbeit mit sich.

Vorstellung des Programms

Die Ausbildung an der EPFL im Bereich Bauingenieurwissenschaften ermöglicht es den Studierenden, die Kenntnisse zu erwerben, mit denen sie Grossprojekte ausarbeiten und deren Durchführung gewährleisten können. In den ersten drei Studienjahren liegt der Fokus besonders auf dem Erwerb der Grundlagen, die für das Verständnis der Konzepte, die Beherrschung der Bautechniken, die Beurteilung dieser Techniken und ihre Integration in unsere natürliche und bebaute Umwelt erforderlich sind.

Bachelor: vereinfachter Studienplan

Master: Aussichten

Im Master werden ergänzend zum Grundstudium verschiedene Spezialisierungsmöglichkeiten im Umfang von 30 ECTS-Kreditpunkten angeboten: Geotechnik, Transport und Mobilität, Baustatik, Wasserbau und Energie. Die nötige Nähe zur Berufspraxis wird durch die Ausführung von Projekten und einem obligatorischen zweimonatigen Arbeitspraktikum gewährleistet.

Detaillierte Informationen (en)

Nach dem Abschluss des Bachelor-Studiums werden auch andere Programme angeboten, besonders einige interdisziplinäre Master. Mehr Informationen zu den Master-Studiengängen (en).


Bitte beachten Sie, dass die Informationen zur Programmstruktur sowie die vereinfachten Studienpläne jederzeit geändert werden können und nicht als rechtsverbindlich gelten. Massgebend sind nur die offiziellen Reglemente und Studienpläne (en).

Berufsaussichten

Ob beim Bau von Brücken, Hochhäusern, Tunneln oder Werken für die Wasser- und Energieversorgung, Bauingenieurinnen – ingenieure arbeiten stets mit zahlreichen Partnern zusammen, um diese grossen Herausforderungen zu meistern. Von der Vorstudie über die Planung bis hin zur Realisierung sind sie in sämtlichen Phasen dieser bisweilen vollkommen neuartigen Bauprojekte massgeblich beteiligt. Dazu stützen sie sich auf ihre Kenntnisse der Strukturen, der Hydraulik, des Transportwesens und der Energie, und bringen gleichzeitig soziale, ökologische, rechtliche und politische Aspekte ein.

In diesem vielfältigen, oft internationalen Kontext führen Bauingenieurbüros, Verwaltungen und Bauunternehmen immer komplexere Projekte durch.

Bauingenieurinnen und -ingenieure werden auch zunehmend zur Bewältigung der Folgen von Klimaerwärmung und Naturgefahren beigezogen. Den Studienabgängerinnen und Studienabgänger steht auch der Weg zur akademischen Forschung offen, indem sie ihre Laufbahn im Rahmen eines Doktoratsprogramms fortsetzen.

Unabhängig der Berufsbahn, für die sie sich entscheiden, werden sie mit zahlreichen Partnern aus den Bereichen Architektur, Umwelt, Soziologie, Wirtschaft, Energiewirtschaft oder Politik zusammenarbeiten. Schweizer Bauingenieurinnen und -ingenieure können ausserdem dank ihrem Know-how, welches im Ausland hoch geschätzt wird, eine internationale Karriere in Erwägung ziehen.


Alumni: was wird aus ihnen?

Aurélien Odobert

Ich konnte es kaum erwarten, mein Studium abzuschliessen, um in das Berufsleben einzusteigen.

Aurélien Odobert, Bachelor und Master Bauingenieurwissenschaften. Aurélien Odobert arbeitet in Montreux in einem Ingenieurbüro als Projektleiter.

Kontakt 

Weitere Informationen zu diesem Programm erhalten Sie hier: [email protected] / +41 (0)21 693 28 05


Für allgemeine und praktische Informationen auf Deutsch wenden Sie sich bitte an das Education Outreach Department: [email protected]